· 

Promo

Sooo, liebe Leute!

 

Gértrude nähert sich so langsam dem "Fertigsein". Klar, die Frage ist, ob ein Auto je fertig sein kann.... Aber ihr wisst, was ich meine.

 

Vorgaben meinerseits waren:

  • kompletter Durchgang von vorne bis hinten
  • niedriger Schwerpunkt
  • Zuladungsreserven
  • Bett mit mindestens 140x200
  • bewusst einfacher Ausbau (form follows function)

Grade Punkt 1 und Punkt 4 habe ich passend kombiniert, finde ich.

 

Fakt ist folgendes:

Die Basis wurde geschützt und versiegelt, Der Innenausbau samt umfangreicher Wärmedämmung ist durch, die Elektrik steht, der Verpackungsplan ist zu 70% passend (es fehlt noch der ein oder andere Gedankengang für das mitzuführende Werkzeug).

Kein Wartungsstau und alle Kleinigkeiten sind gemacht. Ab hier kann das Auto für seinen weiteren Zweck, der Zivilisationsflucht, genutzt werden.

 

Über den Winter kommt noch ein anderes Fahrwerk, das serienmäßige Geschaukel nervt... Und jetzt hat das Fahrzeug bereits Stabi's vorne und hinten. 

Vor der Schwedenreise werde ich noch den Dachträger bauen und dann passt das Bild so langsam aber sicher.

 

Fangen wir Innen an:

 

Frischwasser wird in Form von vier 13Liter Kanistern dabei sein. Die Kanister sind in zwei Schüben untergebracht: zwei vorne für die Spüle und zwei hinten. Einer davon ist zum Duschen vorbehalten, der andere ist Reserve; wofür auch immer. Alle Kanister sind untereinander tauschbar. So ergibt ich eine Menge von 52Litern Frisch- bzw. Trinkwasser. 

Der dritte Kanister im Bereich der Spüle ist für Grauwasser.

Die Front von jedem Schubfach ist herausnehmbar, was die Beladung mit Wasser für die Frau einfacher macht.

Die Dusche ist als Außendusche konzipiert und wird an einem Halter an der Innenseite der Hecktür befestigt. So schützen beide Türen sowie der dazugehörige Sichtschutz vor Blicken und das Wasser bleibt draußen.

 

Über der Spüle befindet sich der Batteriecomputer zum schnellen Ablesen des Zustandes für Fahrzeug- und Bordbatterie.

 

Einen Teil der Trittstufe für die Schiebetür habe ich zu einem kleinen Fach "verändert". Dort kommen die Schlappen für Außen rein.

 

Unterhalb der Spüle habe ich den Platz optimal ausgenutzt und dort Spaten, Hammer und Brechstange untergebracht.

 

Gegenüber befindet sich die "Küche" mit Kühlbox, Kocher, Kochzubehör und Fach für den Stuhlhocker. Die Front lässt sich vertikal verschieben.

Die Kühlbox lässt sich ausziehen und kann gefrieren (falls das mal wichtig werden sollte). Sie fasst 16Liter was für uns mehr als ausreichend ist und einen im Weiteren dazu zwingt sich einzuschränken, was definitiv gewollt ist. Die Box ist so leise, dass wenn sie eingeschoben ist nicht hörbar "Dinge" tut und eine Stromaufnahme hat, die knapp über einer LED Lampe ist, wenn Sie ihre Betriebstemperatur erreicht hat. Um dort hin zu kommen, benötigt sie keine 3A.

Der Kocher hat eine eigene Schublade mit einem klappbaren Deckel, er einerseits als Spritzschutz und andererseits als erweiterte Küchenfläche dient. Der Kocher hat eine Zündsicherung, was bewirkt, dass wenn die Flamme durch äußere Einwirkung ausgeht, die Gaszufuhr gestoppt wird und man sich nicht selbst vergast.

Zubehör ist unter dem Schubfach, wo sich eine Kiste mit Geschirr (das gute Emaillegeschirr), links daneben der Wok und weiter links an einer Airlineschiene hängt Besteck, Tassen und Kessel. 

 

Rechts neben der Küche befindet sich der Tisch, welcher im Fahrzustand angeklappt an der Wand in Wartestellung ist. Dieser ist abnehmbar befestigt und besitzt ein Klappbein. Diese beide Tatsachen bewirken, dass der Tisch auch an anderen Stellen am Dicken befestigt werden kann; Schiebetür und Hecktür. So kann man je nach Stellplatz draußen sitzen und muss keinen zusätzlichen Tisch mitnehmen.

Beide Sitze sind natürlich drehbar, so, dass man gemütlich am Tisch sitzen kann

 

Wenn das Bett in Wartestellung ist, wird es oben in der Airlineschiene eingehakt. So wird ein hinunterfallen verhindert. Für die Bettnutzung wird Selbiges hinuntergeklappt nachdem die Querbalken zwischen beiden Schränken eingesetzt werden. So ist das Bett extrem stabil, ohne die kleinste Bewegung zuzulassen. Die Querbalken werden im Heck eingehakt, dort, wo der Boiler und die Dusche sitzen.

Auf der Rückseite der Lattenroste habe ich ein Netz geschaffen, um leichte Sachen verstauen zu können. Leider noch ohne Bild. Dort befindet sich die Verdunkelung für die Frontscheiben.

 

Die Airlineschienen dienen als Befestigungsmöglichkeit für leichte Fracht sowie hilfreichen Kleinkram im Fahrzeug. Momentan sind 4 Taschen und ein Kulturbeutel dort angebracht. Alles ist verschiebbar und somit hoch flexibel.

 

Der Großteil der Fracht wird in Euroboxen mitgeführt. Dies hat den Hintergrund des Gewichtsersparnis' sowie den großen Vorteil, dass ich meinen Kram nicht zum Auto schleppen muss, um ihn einzuräumen. Ich nehme die Kisten mit in die Wohnung räume alles passend ein und stelle die Kisten ins Auto: fertig! Supereinfach und optimal effektiv. Die Version mit Verkleidung vor den Kisten haben wir nach dem Equipmentcheck direkt verworfen; das hat einfach nicht geklappt.

 

Es befindet sich noch ein Bücherregal und ein Schuhregal im Fahrzeug. Ersteres natürlich unten, Papier ist schwer, dem Schwerpunkt zuliebe. Im Schuhregal liegt auch das Dach für die Hecktür.

 

In den Seitenwänden gibt's natürlich Platz für kleine flache Dinge und je eine USB-Steckdose zum Laden vom Telefon. Dort ist ebenso eine Korkfläche zu finden, für die besten Urlaubsbilder und sowas.

 

Es befindet sich bewusst nur ein 12V System an Bord. Ebenso wurde fließendes Wasser in Waschbecken und Dusche mittels Tauchpumpen realisiert. Beides ist der Einfachheit geschuldet. Klar ist ein Druckumlaufsystem ein angenehmer Luxus, aber wenn sich irgendwo im Auto ein Leck befindet, pumpt die Pumpe fröhlich das Auto voll mit Wasser. Die Wege des Systems sind ebenfalls länger, was eine Lecksuche erschwert. Dafür gehen Tauchpumpen häufiger kaputt; dem wirke ich damit entgegen, dass ich eine passende Pumpe für 15€ dabei habe. Der Austausch würde gute 10min dauern.

Insgesamt wurde das Fahrzeug absichtlich recht einfach ausgebaut, um eine schnelle Reparatur oder Teilaustausch zu ermöglichen. Sieht nicht ganz so schick aus, wie manch anderes Fahrzeug, aber ich richte mich nach den drei F: Form Follows Funktion.

 

Und nebenbei ist es im Innenraum bei voller Fahrt mittlerweile so leise wie in einem PKW.