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Erste Kontrolle und Vorsorge

Der erste Schritt war eine komplette Sichtung des Fahrzeugs auf Kleinigkeiten, wie

  • Roststellen,
  • beschädigte Teile (Türgummis usw.),
  • Funktion aller Teile,
  • Fetten aller Scharniere usw.

Dabei kamen dann auch die Anfangs erwähnten Probleme zu Tage: Wasser in den Einstiegen, ein rostiger Scheibenrahmen, ein "Handwerker"-Laderaum und Löcher in der Ladefläche.

 

Nach ein bisschen Recherche kam raus, das bis hin zum Crafter, die Kastenwägen der 3,5 Tonnen Klasse von VW Probleme mit dem Scheibenrahmen haben. Selbiger wird undicht, das Wasser läuft unter die Dichtung nach innen die A-Säule hinunter und sammelt sich unter der Plastiktrittstufe. Dort setzt sich dann der Abfluss langsam mit Dreck zu und die Abstützung der Trittstufe reibt den Lack durch bis zum Blech. Und so kann alles unbemerkt anfangen zu rosten.

 

Bevor das Wasserproblem durch einen Karosseriebauer behoben wurde, wurde die Ladefläche demontiert und alles grundgereinigt. 

 

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Als nächstes widmete ich mich dem Erhalt der Basis und deren Pflege. Dabei schaute ich, wie man das eben macht, mir jeden Hohlraum an, hab eventuelle Problemstellen gesucht und gefunden, hab hinter jede Verkleidung geschaut, ob mich da weitere böse Überraschung erwarten (außerdem ist sowas perfekt, um das Fahrzeug ein bisschen kennen zu lernen).

Und siehe da, aus den Kotflügeln habe ich einen knappen Eimer voll nasses Laub geholt; wunderlicherweise gabs kein Rost oder Ähnliches. 

 

Anschließend wurde, im Rahmen der Instandsetzung des Fensterrahmens (bis auf das Wasser im Fußraum hat man nichts gesehen), alles Hohlraumversiegelt, der Unterboden komplett eisgestrahlt und neu mit durchsichtigem Unterbodenschutz versehen (So ist ein etwaiger Rostansatz direkt sichtbar und kann frühzeitig behandelt werden).

Etwa 50kg Hohlraumversiegelung befinden sich nun im Fahrzeug, im Rahmen, allen Pfalzen (auch im Motorraum und den Kotflügeln).

 

Weiter kamen Radhausschalen für hinten ins Radhaus (hier wird allerdings noch nachgearbeitet werden, da Selbige einfach ins Blech geschraubt wurden...). Diese sollen Lärm und Schäden verhindern, allerdings werden diese, wie angesprochen, ins Blech geschraubt. Hier muss der Hinweis gegeben werden, das die Montage anders erfolgen soll. 

 

Im Zuge der Montage der ausgebauten Bauteile habe ich viele Schrauben, Dichtungen und Kleinteile erneuert, welche es aufgrund der Zeit einfach hinter sich hatten. Bei VW bekommt man alles recht einfach und günstig. Weiter möchte ich, dass die Basis völlig gesund und in Ordnung ist und man in zwei Jahren nicht alles auseinander bauen muss, um sich mit solchen Lappalien zu beschäftigen.

 

Nach langer Zeit hier mal etwas neues:

Das Fahrzeug befindet sich zur Zeit in der Werkstatt zum Zahnriemenwechsel. Das allein ist eine reine Vorsichtsmaßnahme, da es keinerlei nachweise zum Fahrzeug gibt und somit nicht bekannt ist, ob der Riemen, bzw. beide Zahnriemen bereits gewechselt worden sind. Die Vorgabe von VW sind 135.000km ohne Zeitvorgabe.

Aber vom logischen her: im schlechtesten Falle sind die Riemen 14 Jahre alt... Das Fahrzeug hat keine 95.000km drauf. Irgendwann gibt jedes Material nach. und hier gilt: Vorsicht ist besser als Nachsicht.

Im Zuge dessen werden sinnhafterweise Wasserpumpe, Spannrollen, alle anderen Riemen sowie die Diamantscheibe an der Kurbelwelle erneuert. Weiter kommt ein Motoröl- und Getriebeölwechsel hinzu.

 


Vorher...



Nachher...